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Süddeutsche Zeitung - Deutschland | Mittwoch, 6. September 2006

Der Deutschdöner

Claudia Fromme befasst sich mit dem liebsten Imbiss der Deutschen, dem Döner Kebab, der im Zuge eines aktuellen Fleischskandals derzeit in der Krise ist. "Fast 83 Millionen Kilo Döner verzehren die Deutschen im Jahr und machen ihn zum 'typisch deutschen Imbiss'. So steht es im 'Handbuch für Deutschland', herausgegeben vom Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration. Und wem das nicht reicht, der konsultiere Florian Langenscheidt. Zu seiner Sammlung von 250 Nationalheiligtümern gehört auch: Döner im Fladenbrot. Der ist fürwahr sehr deutsch, denn die Variante mit Brot, Salat und Joghurtsoße sucht man in der Türkei vergebens. Die Heimat des Deutschdöners liegt in Berlin-Kreuzberg. 1971, so will es die Legende, machte der 16-jährige Mehmet Aygün im Kreuzberger 'Hasir' etwas total Verrücktes: Er steckte das Dönerfleisch in eine Teigtasche mit Salat und goss, damit es nicht zu dröge wurde, Joghurtsoße drüber."

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