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Gazeta Wyborcza - Polen | Montag, 12. April 2010

Flugzeug-Unglück bietet Chance auf Versöhnung

Der polnische Präsident Lech Kaczyński ist auf dem Weg zu einer Gedenkfeier für polnische Opfer des Massakers von Katyn am Samstag bei einem Flugzeugabsturz tödlich verunglückt. Darin sieht die liberale Tageszeitung Gazeta Wyborcza trotz aller Trauer und so widersprüchlich es auch klingt Chancen: "Erstes Paradox: Katyn hat seit dem 10. April 2010 aufgehört ein leerer Begriff zu sein - und zwar sowohl in der westlichen Welt als auch in Russland. Bisher wurde er oft nur als Besonderheit der antirussischen Haltung der Polen wahrgenommen. Dank der Katastrophe bleibt nun die Wahrheit über die stalinistischen Verbrechen an 22.000 polnischen Offizieren vor 70 Jahren im Gedächtnis aller. ... Das zweite Paradox ist die Tatsache, dass die Reaktion von Russland und den Russen auf den tragischen Tod des polnischen Präsidenten und vieler staatlicher Würdenträger ... gerade auf dem Weg nach Katyn zu einer beispiellosen, wenn auch traumatischen Gelegenheit für eine authentische polnisch-russische Versöhnung geführt hat."

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