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Die Presse - Österreich | Mittwoch, 14. April 2010

Österreich verschreckt ausländische Studierende

Der Europäische Gerichtshof in Luxemburg (EuGH) hat in einem belgischen Fall geurteilt, dass EU-Staaten den Hochschulzugang für ausländische Medizinstudierende beschränken dürfen, wenn dadurch die medizinische Versorgung nicht gefährdet wird. Die Presse meint, dass Österreich trotz des Urteils ausländische Studierende nicht diskriminieren soll: "Ist es für die Gesundheitsversorgung letztlich nicht egal, ob ein Arzt ein Deutscher, ein Österreicher oder ein Slowake ist? Geht es nicht vielmehr darum, wie wir genügend dieser ausgebildeten Menschen im Land behalten? Sollten wir vielleicht einige unserer eigenen Studenten motivieren, ihre Ausbildung an anderen, noch besseren EU-Unis zu absolvieren? Oder sollten wir vielleicht gar den Versuch starten, den Studienplatz Österreich zu einem attraktiven Geschäft mit hoch qualitativer Ausbildung zu machen? Es gibt auch andere, positive Ansätze. Österreichs Politik aber agiert bei der Uni-Quote so wie in der Asylpolitik. Es geht einzig darum, möglichst viele Menschen abzuschrecken, ja nicht zu uns zu kommen."

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