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Maaseudun Tulevaisuus - Finnland | Mittwoch, 14. April 2010

EU dealt mit Lobbyisten

Der britische Think Tank International Policy Network (IPN) hat aufgedeckt, dass die Brüsseler Büros der zehn größten Umweltverbände jährliche EU-Beihilfen in Höhe von 8,7 Millionen Euro erhalten. Die Tageszeitung Maaseudun Tulevaisuus hält die Kritik der IPN-Mitarbeiterin Caroline Boin an dieser Praxis für teilweise gerechtfertigt: "Trotz des schönen Geredes von der EU-Demokratie ist Brüssel ein wahres Schlangennest von Lobbyisten. Ganze Industriezweige und Großunternehmen haben dort starke Büros, die die Entscheidungsträger überwachen. Generell ist es wichtig, dass auch zivilgesellschaftliche Organisationen vor Ort sein und ihre Sicht einbringen können. Es ist legitim zu hinterfragen, wessen Lobbyarbeit aus Mitteln der Gemeinschaft finanziert wird. Die Frage ist von besonderer Bedeutung für diejenigen, die ihre eigenen Vorteile nicht in Brüssel überwachen können. Zivilgesellschaftliche Organisationen sind meist recht kritisch gegenüber der EU-Politik eingestellt. Durch die finanzielle Unterstützung der Kritiker, wählt und finanziert die EU ihre Hofnarren selbst und zähmt sie zugleich."

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