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Le Nouvel Observateur - Frankreich | Dienstag, 13. April 2010

Frankreich braucht sinnvolle Rentenreform

Die Pläne der französischen Regierung für ein höheres Rentenalter stoßen auf Widerstand. Eine Reform der Rente ist sehr wohl nötig, erklärt der französische Wirtschaftswissenschaftler Jacques Bichot in einem Interview mit dem Wochenmagazin Le Nouvel Observateur, aber sie muss anders aussehen: "Wir befinden uns heute in einer völlig archaischen Situation. In diesem System will man die Franzosen unbedingt dazu bringen, später in Rente zu gehen, um sie in ihrem Leben mehr leisten zu lassen. Doch es fehlt eine notwendige Gegenleistung und bereits in allen vorherigen Reformen wurde das Renteneintrittsalter und die Dauer der Beitragszahlungen verwechselt. Das US-amerikanische System ist sehr interessant. Man hört immer wieder von den Rentenfonds, aber es geht nicht nur darum. Dieses System hat dazu geführt, allein im vergangenen Jahr einen Überschuss von 150 Milliarden Dollar anzusparen. ... Langfristig bräuchte man mindestens sieben Jahre, um das System ganz zu reformieren, ein Punktesystem einzuführen und die [unterschiedlichen] Rentenformen zu vereinigen."

» zur gesamten Presseschau vom Mittwoch, 14. April 2010

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