De Standaard - Belgien | Freitag, 7. Mai 2010
Mehr Kontrolle für Eurozone
Die Führer der Euroländer treffen sich am heutigen Freitag zu einem Sondergipfel in Brüssel. Sie wollen Schlussfolgerungen für die Zukunft aus der Finanzkrise Griechenlands ziehen. Aber sie dürfen nicht länger den 'irrationalen Finanzmärkten' die Schuld geben, meint die Tageszeitung De Standaard: "Die einzige gute Antwort, die die europäischen Führer geben können, konnte vor zehn Jahren beim Start des Euro schon vorhergesagt werden: Der Euro braucht eine Instanz, die darüber wacht, dass sich jeder an die Absprachen hält, und die die Macht hat, notfalls frühzeitig einzugreifen. ... Was die Zukunft auch bringt, Disziplin muss die Basis der Währungspolitik sein. Und Disziplin ist keine Sache von Vertrauen, sondern von Kontrolle und Aufsicht. Das gilt sogar in einer Währungsunion ohne Griechenland oder nach einer Teilung in Nord und Süd. Eine europäische Währung ohne Deutschland ist undenkbar. Aber ganz gleich in welcher Union, einer ist immer Griechenland. Nur eine Union, die die Spannung zwischen dem Stärksten und dem Schwächsten gut beherrscht, kann überleben. So eine Union haben wir nun nicht."
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