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Népszabadság - Ungarn | Mittwoch, 19. Mai 2010

Unmoralisches Angebot an Auslandsungarn

Als Reaktion auf Ungarns Pläne, Auslandsungarn die Staatsbürgerschaft zu verleihen, erwägt die Slowakei, Angehörigen der ungarischen Minderheit die slowakische Staatsbürgerschaft zu entziehen. Die linksliberale Tageszeitung Népszabadság kritisiert die aufgeheizte Stimmung zwischen den Nachbarländern: "Zu einer doppelten Staatsbürgerschaft sind zwei Staaten vonnöten. ... Wenn einer der beiden Staaten dem Bürger die Staatsbürgerschaft entzieht, bleibt eine Staatsbürgerschaft übrig. So einfach ist das. Für den Entzug der Staatsbürgerschaft ist lediglich notwendig, dass die Entscheidungsträger des anderen Staates ebenso einfach denken wie jene, die von nun an unser Land lenken werden [Regierung von Viktor Orbán]. ... So wie bei uns kann es passieren, dass auch anderswo eine politische Kraft an die Macht gelangt, ... die darauf pfeift, was jenseits der Grenzen davon gehalten wird. Das Angebot der Regierung Orbán an die ungarischen Minderheiten in den Nachbarländern Ungarns lautet also wie folgt: Für eine Staatsbürgerschaft von symbolischem Charakter müsst Ihr das Risiko der Recht- und Heimatlosigkeit in Kauf nehmen. Ein unmoralisches Angebot."

» zur gesamten Presseschau vom Donnerstag, 20. Mai 2010

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