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Gazeta Wyborcza - Polen | Donnerstag, 27. Mai 2010

Polen nimmt Euro-Einführung von Prioritätenliste

Die polnische Regierung hat die Einführung des Euro aufgrund der Krise in Griechenland von ihrer Prioritätenliste genommen. Der wahre Grund dafür ist aber, dass Polen selbst nicht in der Lage ist, die Euro-Kriterien zu erfüllen, mutmaßt die liberale Tageszeitung Gazeta Wyborcza: "Die Regierung rechnet auch damit, dass sie nicht in der Lage sein wird, die Vorgaben der Europäischen Kommission zu erfüllen, das Haushaltsdefizit auf die erforderlichen drei Prozent zu begrenzen. Im laufenden Jahr beträgt es rund sieben Prozent und der Versuch, es in ein bis zwei Jahren abzuspecken, ist kaum realistisch. Besonders deswegen, weil die Regierung Tusk bis zu den kommenden Parlamentswahlen keine ernsthafte Reformen plant - außer der Begrenzung der Ausgaben. ... Es ist leicht, den Griechen vorzuwerfen, dass sie auf Kredit leben. Doch jetzt hat sie [die polnische Regierung] auch keine Lust, davon [von der Kreditaufnahme] abzuschwören. Es ist immer schwerer, Ordnung auf seinem eigenen Hof zu schaffen."

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