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Frankfurter Rundschau - Deutschland | Montag, 31. Mai 2010

Eurovision-Siegerin eint Europa

Mit Lena Meyer-Landrut hat das erste Mal seit 28 Jahren eine Deutsche den Eurovision Song Contest gewonnen. Doch Lenas Charmeoffensive hat nicht nur in Deutschland, sondern auch europaweit angeschlagen und ein erstaunliches Zusammengehörigkeitsgefühl von Riga bis Barcelona hervorgebracht, freut sich die linksliberale Frankfurter Rundschau: "Während angesichts düsterer Berechnungen von Ratingagenturen der europäische Traum zerbröselt, stellt der Song Contest die relative Verlässlichkeit von Gewinnprognosen unter Beweis. Das junge Europa feiert sich selbst und seine Freiheit, mit Mastercard und Easy-Jet hinzukommen, wohin man will. Selbst ein Land wie Weißrussland, das von derlei Freiheiten weitgehend ausgeschlossen ist, pocht auf Teilhabe und Anschlussfähigkeit. Man mag das alles als konfektionierte Show und perfide Medientyrannei nehmen. Seit Samstag ist jedoch klar, dass nicht nur die Deutschen von Lenamania erfasst sind. Möglicherweise ist diese der Ausdruck eines Bedürfnisses, das europäische Spiel noch einmal ganz anders zu beginnen."

» zur gesamten Presseschau vom Montag, 31. Mai 2010

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