Navigation

 
Farefuturo - Italien | Sonntag, 6. Juni 2010

Italienisches Fernsehen fürchtet kritische Stimmen

Der Aufsichtsrat des italienischen öffentlich-rechtlichen Fernsehsenders Rai hat angekündigt, einige Passagen einer geplanten politischen Fernsehserie des Bestsellerautors und Journalisten Roberto Saviano kürzen zu wollen. Dagegen protestiert das liberale Onlinemagazin Farefuturo: "Wenn das öffentlich-rechtliche Fernsehen Kultursendungen streicht, verzichtet der Staat auf seinen Informationsauftrag und beschneidet sich stattdessen mit Zwergen, Sternchen und Spaßmachern. Wenn das öffentlich-rechtliche Fernsehen die kritische Stimme, die Kraft des Wortes und die Wut der Wahrheit zu streichen bereit ist, die in einer Demokratie niemals zum Schweigen gebracht werden dürfen, dann darf es nicht länger die Bezeichnung 'öffentlich-rechtlich' in Anspruch nehmen, die für Seriosität, Information und Pluralismus steht. Ein Dienst, der den Staub des Landes unter den Teppich der unerträglichen Leichtigkeit kehrt, ist kein öffentlich-rechtlicher."

» zur gesamten Presseschau vom Montag, 7. Juni 2010

Weitere Inhalte