Dnevnik - Slowenien | Montag, 7. Juni 2010
Knapper Sieg für Grenzabkommen
Beim Referendum über das Schiedsabkommen zwischen Slowenien und Kroatien hat in Slowenien am Sonntag eine knappe Mehrheit für das Abkommen gestimmt. Danach kann nun der seit fast zwei Jahrzehnten dauernde Streit um Sloweniens Zugang zum offenen Meer von einem Schiedsgericht aus internationalen Experten gelöst werden. Zu diesem Ergebnis hat auch das aggressive Verhalten des Oppositionschefs Janez Janša beigetragen, schreibt die Zeitung Dnevnik in ihrer Onlineausgabe: "Janšas Worte über eine Kollaboration der Linken ... haben die Gegner des Schiedsabkommens wahrscheinlich nicht in größerer Zahl verjagt, aber sie haben zweifelsohne zu einer größeren Wahlbeteiligung der möglichen und tatsächlichen Befürworter dieses Abkommens beim Referendum beigetragen. Wenn wir nach den Parlamentswahlen 2008 geschrieben haben, dass Janez Janša den größten Teil zum Sieg [des Regierungschefs Borut] Pahors beigetragen hat, dann kann man auch diesmal behaupten, dass der Parteichef der größten Oppositionspartei SDS viel zum Erfolg des Schiedsabkommens beigetragen hat. ... Durch die Bestätigung des Abkommens hat Regierungschef Borut Pahor seine Position vorübergehend gestärkt und die Überlegungen seiner Koalitionspartner über eine notwendige Regierungsumbildung verstummen lassen."
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