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Eesti Päevaleht - Estland | Mittwoch, 9. Juni 2010

Spanier übertreiben Proteste gegen Sparprogramm

In Spanien haben die Angestellten des öffentlichen Dienstes aus Protest gegen die Sparpläne der Regierung gestreikt. Zu den Aktionen hatten die Gewerkschaften aufgerufen. Die Tageszeitung Eesti Päevaleht zeigt nur wenig Verständnis: "Was sind das denn für Reformen, dass die Menschen gleich zu hunderttausenden auf die Straße strömen? Die spanische Regierung hat beschlossen, dass die Gehälter der Staatsangestellten um 5 Prozent und die der Minister um 15 Prozent gekürzt werden, außerdem werden die staatlichen Investitionen zurückgefahren und die Renten eingefroren. Spanien tut damit nichts anderes als das, was Estland nun schon seit anderthalb Jahren macht. Die Situation hat aber auch etwas Paradoxes, denn Premier José Luis Rodríguez Zapatero ist Sozialist und erklärte noch vor einigen Jahren, er schlafe mit seinem Gewerkschaftsausweis unter dem Kopfkissen. Eben jene Gewerkschaften aber, die ihn an die Macht gebracht haben, protestieren jetzt gegen ihn. ... Diese Wende vom Saulus zum Paulus ist auffällig, aber der spanischen Regierung ist nichts anderes übrig geblieben."

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