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Berlingske - Dänemark | Donnerstag, 10. Juni 2010

Kleine Buchläden sind kein Kulturgut

Zu Jahresbeginn hat die konservative Regierungskoalition Dänemarks den Buchmarkt liberalisiert. Gegen die Befürchtungen der Kulturszene mit Erfolg, meint die liberal-konservative Tageszeitung Berlingske Tidende: "Zum ersten müssen nicht alle Buchhändler am Leben erhalten werden. Das Internet macht es allen leicht, Bücher zu kaufen, und bietet größere Möglichkeiten, sie den Verbrauchern zu vermitteln. Wenn ein kleiner Buchhändler, der sowieso meist Papier und Postkarten verkauft, dabei draufgeht, ist das vielleicht ein Problem für die Buchhandelsbranche. Es ist kein kulturpolitischer Verlust. Zum anderen ist es unwahrscheinlich, dass die kleinere Literatur durch Konkurrenz Schaden nimmt. Es gibt immer Verlage - meist kleine - die herausgeben wollen, was andere nicht veröffentlichen wollen. Falls es Titel gibt, die einer Veröffentlichung würdig sind, sich aber wirtschaftlich nicht auf dem Markt behaupten können, ist es - vielleicht - die Aufgabe des Kulturministeriums, sie wirtschaftlich zu unterstützen."

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