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Público - Spanien | Donnerstag, 10. Juni 2010

Südafrika ist nicht Brasilien

Mit der Fußballweltmeisterschaft will sich Südafrika als moderne Nation von der Rangordnung Brasiliens präsentieren. Dies wird kaum gelingen, meint die linke Tageszeitung Público: "Der Film Invictus von Clint Eastwood zeigte dem breiten Publikum, wie Nelson Mandela aus der Rugby-WM 1995 das Symbol eines neuen demokratischen, multiethnischen und versöhnten Südafrikas machte. Nun stellt die Fußball-WM eine ähnliche Chance für Jacob Zuma dar. Nicht nur um zu zeigen, dass das System noch immer funktioniert, sondern um sein Land als Supermacht zu präsentieren, die eine ähnliche Rolle anstrebt, wie [Luiz Inácio] Lula in Brasilien. Aber ob er das schafft, ist zweifelhaft. Denn obwohl es 40 Prozent des Bruttosozialprodukts der Region unterhalb der Sahara ausmacht, riesige Mengen an Bodenschätzen hat und Teil der G20-Gruppe ist, ist Südafrika dennoch nicht wie Brasilien. ... Außerdem ist Zuma nicht Lula, und erst recht nicht Mandela."

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