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Magyar Narancs - Ungarn | Donnerstag, 17. Juni 2010

Srebrenica ist Warnung für Osteuropa

Vor 15 Jahren fand während des Balkankriegs das Massaker von Srebrenica statt, dass als schwerstes Kriegsverbrechen in Europa seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs gilt. Die linksliberale Wochenzeitung Magyar Narancs sieht die Ursache für das Massaker in einer Geisteshaltung, die in ganz Osteuropa verbreitet ist: "Heute wissen wir, dass die Morde an 8.000 Jungen, Männern und alten Menschen aus einem von langer Hand vorbereiteten, rationalen politischen Kalkül verübt wurden. ... Jene Idee, in deren Namen dieses Verbrechen begangen wurde, ist bloß die ins Extreme getriebene lokale Variante jener postromantisch-nationalistischen Ideologie, die in allen osteuropäischen Ländern zu finden ist und allenthalben mehr oder minder in derselben Form auftritt. Aus diesem Grund müssen wir alles über Srebrenica wissen, was nur irgend möglich ist. Und aus diesem Grund müssen wir das Wissen darüber für alle Zeit in unseren Köpfen bewahren, wenn wir über Politik nachdenken und politische Entscheidungen fällen."

» zur gesamten Presseschau vom Freitag, 18. Juni 2010

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