Evenimentul Zilei - Rumänien | Dienstag, 22. Juni 2010
Rumänen kämpfen vergebens gegen Steuerbetrug
Die rumänische Steuerverwaltung Anaf hat vorige Woche angekündigt, ab dem kommenden Jahr nicht deklariertes Vermögen mit 16 Prozent zu besteuern. Angesichts der sozialen Akzeptanz der Steuerflucht ist mit Vorhaben wie diesem das Problem nur schwer in den Griff bekommen, meint die Tageszeitung Evenimentul Zilei: "Steuerflucht hängt in Ländern wie Rumänien mit organisierter Kriminalität, dem Schmuggel von steuerpflichtigen Waren (Tabak, Alkohol, Kraftstoff) oder Geldwäsche zusammen. Sie ist weit verzweigt und in vielen Bereichen tief verwurzelt, etwa in der Landwirtschaft, der Lebensmittelindustrie, der Baubranche und im Dienstleistungssektor. ... Ein Anziehen der Daumenschrauben - falls Anaf und die Polizei dazu in der Lage wären - könnte unerwartete Reaktionen auslösen. So wurden vorige Woche auf dem Pieptănari-Markt [in Bukarest] einige Kontrolleure in die Flucht geschlagen, die jemanden mit einer Tasche erwischt hatten voller ukrainischer Zigaretten ohne Steuerbanderole."
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