Kapital - Bulgarien | Donnerstag, 24. Juni 2010
Lächerliche Gegner der bulgarischen Homoparade
Im Vorfeld der am Samstag in der bulgarischen Hauptstadt stattfindenden Homosexuellenparade Sofia Pride haben mehrere Organisationen Widerstand angekündigt. Die orthodoxe Kirche bezeichnete die Veranstaltung als "ungehobelte und peinliche Demonstration der sodomitischen Sünde". Die Wochenzeitung Kapital moniert die Intoleranz der Bulgaren: "Anstatt als buntes Fest zusammen mit den Musikfestivals Farbe und Stimmung ins Sofioter Kulturleben zu bringen und danach wie eine normale Veranstaltung auszuklingen, wird die Gay Pride traditionell von Angst, Aggression und menschenverachtenden Parolen überschattet. Denjenigen, die ihr Recht auf Anderssein demonstrieren wollen, steht jedes Mal eine Überzahl von Gegnern gegenüber. Im Vergleich zu Berlin, wo alle gemeinsam eine wilde Party feiern, tragen die bulgarischen Teilnehmer nicht einmal provokative Kleider und Schminke. Das lässt die Plakate und Pfeiftiraden [ihrer Gegner] noch lächerlicher aussehen."
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