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Gazeta Wyborcza - Polen | Montag, 28. Juni 2010

Homo-Ehe kommt bei TV-Duell in Polen zu kurz

Der Interims-Präsident Bronisław Komorowski hat im Kampf um Polens Präsidentenamt ein TV-Duell am Sonntag für sich entschieden. Allerdings ist es weder Komorowski noch seinem national-konservativen Herausforderer Jarosław Kaczyński gelungen, mit der Diskussion um gleichgeschlechtliche Partnerschaften zu punkten, findet die liberale Tageszeitung Gazeta Wyborcza: "'Eine Ehe ist eine Verbindung zwischen Frau und Mann. Der Versuch davon abzurücken, wäre ein Rechtsbruch', sagte Jarosław Kaczyński unzweideutig. Und der harte Wählerkern, der vom Flirt ihres Vorsitzenden mit den Linken zuletzt etwas enttäuscht gewesen war, nahm das mit einer gewissen Erleichterung hin. Dafür hat die Wählerschaft der [linken] SLD, die auf die Diskriminierung von Schwulen und Lesben empfindlich reagiert, mit Sicherheit vor Ärger aufgeschrien. Bronisław Komorowski schlug einen Haken und sagte, dass solche Paare heute schon als Erben in Erscheinung treten können. Ja, das können sie zwar, doch kann die 'richtige' Familie dies gerichtlich in Frage stellen. Und zusätzlich müssen sie hohe Steuer zahlen, als ob sie Personen wären, die nicht zur Familie gehören."

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