Večer - Slowenien | Montag, 28. Juni 2010
Die Mächtigen machen nichts
Ein weiteres G20-Treffen ohne Ergebnisse, schreibt die Tageszeitung Vecer und ergründet den Sinn der Veranstaltung: "Die Atmosphäre in den Luxushotels war krankhaft gekünstelt und heuchlerisch freundschaftlich. Einige guckten sogar Fußball zusammen. Hinter den Absperrungen prügelten sich Polizisten, Anarchisten und Gegner der Globalisierung. Die Demonstranten bluteten. Die ernsten Themen waren zu zahlreich und die Probleme unlösbar, die Meinungsunterschiede zu groß, die Zeit für Gespräche zu kurz. Die Weltführer scheiterten offensichtlich. Entscheidungen zur Wirtschaftskrise, zum Bankensektor, zum Freihandel wurden gestern nicht gefällt. Die Teilnehmer waren sich lediglich darin einig, dass die Erholung der Weltwirtschaft zerbrechlich ist. Die Weltführer fügten sich in ihre Rolle und boten eine inhaltslose Veranstaltung. Das G20-Treffen ist schon lange nicht mehr als eine nationale Prestige-Angelegenheit. Jeder möchte gern dabei sein, obwohl nicht ganz klar ist, warum."
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