The Irish Times - Irland | Mittwoch, 30. Juni 2010
Russische Agenten haben kaum spioniert
Die USA haben elf mutmaßliche russische Agenten enttarnt. Doch ob es wirklich Spione sind, bezweifelt die Tageszeitung The Irish Times: "Bis jetzt legen die öffentlichen Berichte wenig mehr nahe, als dass man in die äußeren Zirkel der politischen Klasse vorgedrungen ist, und dass der Schaden nur etwas mehr als Klatsch ist. Die Anschuldigung einer 'Verschwörung zum Handeln als nicht registrierte Agenten einer fremden Regierung' - statt der einer Spionage - spiegelt das mehr oder weniger wider. Die gesetzliche Grundlage wird normalerweise benutzt, um mit nicht registrierten Lobbyisten umzugehen. Mehr als ein Kommentator hat zu Recht gefragt, ob es da irgendetwas gebe, was die Russen erfahren haben, das nicht auch ein Analyst beim Surfen im Internet gefunden hätte. [Die literarische Figur des britischen Spionagechefs George] Smiley würde dies kaum für Spionage halten."
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