Balsas - Litauen | Montag, 5. Juli 2010
Agentenaffäre erinnert an Kalten Krieg
In den USA sind zehn mutmaßliche russische Spione festgenommen worden. Das Nachrichtenportal Balsas sieht darin keine allzu große Überraschung: "Der Skandal zeigt vor allem, dass Washington die tatsächlichen Beziehungen jenseits aller schönen Erklärungen nüchtern einschätzt. Man weiß Bescheid und hat auch nicht vor, dies vor Russland zu verbergen. Russland schenkt im Augenblick dem Westen ein Lächeln, weil es dringend Investitionen benötigt, und obwohl alle wissen, dass Moskau heuchelt, reagiert der Westen auf die von Präsident Dmitrij Medwedew ausgestreckte Hand. Aber dies ist nur Fassade und nicht die wahre Außenpolitik. Die zeigt sich gegenüber den Nachbarländern Russlands, in dem Versuch, die USA aus Zentralasien zu verdrängen und in der heimlichen Unterstützung für den Iran. Der russische Geheimdienst ist heute im Westen nicht weniger aktiv als während des Kalten Krieges, und die Atomraketen Russlands und der USA sind noch immer aufeinander gerichtet."
» zum ganzen Artikel (externer Link, litauisch)
Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Internationale Beziehungen, » Sicherheitspolitik / Krisen / Kriege, » Russland, » Asien, » USA
Alle verfügbaren Texte von » Aidanas Praleika
» zur gesamten Presseschau vom Montag, 5. Juli 2010