Magyar Hírlap - Ungarn | Donnerstag, 15. Juli 2010
László Bogár über den Menschen als Plage der Natur
Die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko führt die Zerstörungskraft menschlicher Existenz vor Augen, meint der Ökonom László Bogár in der rechtskonservativen Tageszeitung Magyar Hírlap: "Was wir hier als Umweltkrise beschreiben ist in Wirklichkeit eine tiefe moralische und geistige Krise der Menschheit. ... Die Erde ist ohne den Menschen Milliarden von Jahren gut ausgekommen, und dies wird auch nach seinem Verschwinden so sein. ... Eine Zeitlang wird sie sich freilich noch an uns erinnern. Laut einer unlängst veröffentlichten Studie wird es nach dem Aussterben der Menschheit rund 3.000 Jahre dauern, bis alle giftigen Chemierückstände aus der Natur verschwunden sind, mit denen wir sie ... 'beschenkt' haben. Die dauerhafteste Erinnerung an uns wird zweifelsohne der Atommüll sein, der noch Jahrmillionen strahlen wird. ... Wegen seiner Profitgier ist der Menschen unersättlich und zu allem imstande. ... Über die Ölpest im Golf von Mexiko wird in den Medien deshalb so detailliert berichtet, weil von ihr das mächtigste und reichste Land der Welt betroffen ist. ... Doch ist leider auch klar zu sehen, dass die gigantische Maschinerie, die über die Ölvorräte der Welt verfügt unvergleichbar stärker ist als jede Regierung."
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