Adevărul - Rumänien | Freitag, 16. Juli 2010
Rumäniens Medien mitschuld an Popstar-Tod
Der überraschende Selbstmord der rumänischen Popsängerin Mădălina Manole an ihrem 43. Geburtstag hat eine große mediale Debatte ausgelöst. Dabei trifft gerade die Medienwelt eine nicht unbedeutende Schuld am Tod des Stars, meint die Tageszeitung Adevărul: "Mădălina Manole ist ein Opfer der oberflächlichen Welt und der falschen Werte, die von den Medien, speziell von billigen Fernsehshows, gefördert werden. Wie die Monster in den alten Geschichten zehren solche Shows von Schönheit, Sex und Melodramatik. So leicht man in dieser Welt zum Star wird, so schnell wird man auch wieder marginalisiert und in die Kiste für kaputtes Spielzeug geworfen. Mădălina Manole hat durch ihre Geste dieser oberflächlichen Menagerie ... ein authentisches Drama geliefert, ein unlösbares Geheimnis. ... Um ihre Geste zu verstehen, muss man ihre Welt verstehen, wo ein Fernsehauftritt lebenswichtig ist; eine Welt von Licht und Schatten, wo nur das Sichtbare zählt; eine Welt, in der man nicht altern, nicht zunehmen und nicht weinen darf. Im Grunde genommen - sagen wir das doch direkt - eine unmögliche Welt."
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