Simerini - Zypern | Dienstag, 20. Juli 2010
Türkische Verbrechen auf Zypern egal
Am Dienstag vor 36 Jahren ist die türkische Armee im Norden Zyperns einmarschiert. Die konservative Tageszeitung Simerini meint, dass die Weltgemeinschaft die Türkei heute zu positiv sieht: "Das Land, das dieses Blutbad verursacht hat, wird für seine guten Absichten gelobt, wurde nicht-ständiges Mitglied des UN-Sicherheitsrates, ist Vorsitzender der parlamentarischen Versammlung des Europarates und bereitet sich vor, Mitglied der Europäischen Union zu werden. ... Die internationale Gleichgültigkeit, die internationalen Interessen, unser Mangel an Strategie sowie unser Fatalismus und unsere Angst haben ein Land, das ein Massaker begangen hat, zu einem begehrten Verbündeten und Freund aufsteigen lassen. … Der seit zwei Jahren laufende und in die Irre führende Dialog, die neuen Zugeständnisse und die Absichten der ausländischen Entscheidungsträger, so schnell wie möglich eine 'Lösung' des Zypernproblems zu finden sowie die Unfähigkeit Griechenlands seine nationalen und rechtlichen Pflichten gegenüber dem zyprischen Griechentum zu erfüllen, haben für unser Land enorme Gefahren geschaffen."
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