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Libération - Frankreich | Freitag, 23. Juli 2010

Sarkozy diskriminiert Roma

Ein französischer Polizist hat im Departement Loir-et-Cher am vergangenen Wochenende einen 22-jährigen Rom aus bislang unbekannten Gründen getötet. Bei den anschließenden Unruhen haben Demonstranten eine Polizeiwache zerstört. Die Idee des französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy, deshalb über Probleme zu beraten, welche die Roma-Gemeinschaft verursache, hält die Tageszeitung Libération für diskriminierend: "Welche gesellschaftliche Gruppe in Frankreich muss auf der Polizeiwache alle drei Monate ein 'Fahrtenbuch' vorzeigen? Welche Franzosen haben die größten Schwierigkeiten zu wählen, ihre Kinder zur Schule zu schicken oder sich ganz einfach am Ort ihrer Wahl niederzulassen? Es sind die Roma, die den Behörden als 'fahrendes Volk' bekannt sind. Die Unschuldsvermutung … gilt auch für [den getöteten Roma] Luigi Duquenet. Muss man daran erinnern, dass das 'fahrende Volk' in seiner langen und schwierigen Geschichte schon immer diskriminiert und aufgrund von Hass und Rassismus zum Sündenbock gemacht wurde? Beratungen über ihre vermeintliche Kriminalität sind gefährlich und nutzlos."

» zur gesamten Presseschau vom Freitag, 23. Juli 2010

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