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Gazeta Wyborcza - Polen | Montag, 16. August 2010

Litauische Raffinerie bereitet Polen Ärger

Der Vorstand des staatlichen Ölkonzerns PKN Orlen hat eine Unternehmensberatung ausgewählt, die ein Konzept zur Zukunft der litauischen Raffinerie Mažeikių Nafta entwickeln soll. Ein möglicher Verkauf der Raffinerie hätte für die Regierung erhebliche politische Konsequenzen, glaubt die liberale Tageszeitung Gazeta Wyborcza: "Teilprivatisiert, aber noch unter der Kontrolle des Ministeriums für Staatsvermögen, hat Orlen erheblich drauf bezahlt und sich verschuldet. Seit vier Jahren macht Mažeikių Nafta Schulden, weil die Russen die Raffinerie von der Rohstoffzulieferung durch die Pipeline Przyjaźń abgetrennt haben. ... Die Sache ist politisch heikel, weil der Verkauf von Mažeikių nafta weitere Angriffe der [Oppositionspartei] PiS auf die Regierung [von Premier] Tusk und den Vorwurf provozieren könnte, den Russen untertänig zu sein. Doch muss man sich erinnern, dass letztlich die unnachgiebige, aber gedankenlose Politik der Vorgängerregierung Orlen (und schließlich den Steuerzahlern) Milliarden Dollar gekostet hat."

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