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Heti Világgazdaság - Ungarn | Mittwoch, 18. August 2010

Ungarns Rechtsextreme gehören zum Establishment

Bei den ungarischen Parlamentswahlen im April hatte die rechtsextreme Jobbik-Partei aus dem Stand knapp 17 Prozent erreicht. Nun muss die Partei einen Spagat zwischen den Wählererwartungen und der täglichen Arbeit im Parlament schaffen, meint der Politologe József Jeskó in der Onlineausgabe der linksliberalen Wochenzeitung Heti Világgazdaság: "Die Korruptionsfälle der Sozialisten, die zwischen 2002 und April 2010 an der Macht waren, und die künstlich heraufbeschworene Hetze gegen die Minderheit der Roma hatten Jobbik den Nährboden geliefert, um auf einen radikalen Wandel zu pochen. ... Der Niedergang der Sozialisten und die Erlangung einer parlamentarischen Zweidrittelmehrheit durch die rechtskonservative Fidesz bei den Parlamentswahlen im April haben Jobbik jedoch mehr oder minder entwaffnet. ... Hinzu kommen innere Spannungen. Diese sind auf den Einzug ins Parlament zurückzuführen. ... Einst konnte sich Jobbik zugute halten, dass ihre Politiker nicht zum politischen Establishment gehören, also eine Stimme des Volkes seien."

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