Delfi - Litauen | Donnerstag, 19. August 2010
Russland sichert sich mit Zollunion Einfluss
Anfang Juli haben Belarus, Kasachstan und Russland den Start einer neuen Zollunion zum 1. Januar 2011 vereinbart. Das Nachrichtenportal Delfi sieht darin den Versuch Russlands, die bislang erfolglosen Verhandlungen über seine Mitgliedschaft in der Welthandelsorganisation WTO zu kompensieren: "Gleichzeitig sieht die Welt aber nicht (oder will es nicht bemerken), welche Auswirkungen das Projekt der Zollunion auf die ganze Region haben könnte, angefangen von der Ukraine und dem Kaukasus bis zu den baltischen Staaten, die unter Exportrückgängen in den Raum der Zollunion zu leiden haben werden. Die baltischen Länder sind immerhin Mitglieder der EU und der Nato, weshalb den großen Mitgliedsstaaten der Nato und der EU deren Sicherheit mehr bedeuten sollte als die Bereitschaft, Russland entgegenzukommen. Denn vielleicht ist die Zollunion nur ein Mittel des russischen Regierungschefs Putin, um im postsowjetischen Raum eine Institution zu schaffen, die großen Einfluss auf die ganze Region hat. Der einheitliche Wirtschaftsraum wäre dann nur ein Mittel zur Erreichung des eigentlichen Endziels."
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