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Handelsblatt - Deutschland | Montag, 23. August 2010

Längere AKW-Laufzeiten behindern grüne Energien

Am Wochenende haben 42 deutsche Spitzenmanager in einer Zeitungsanzeige die Pläne für eine Energiesteuer kritisiert und außerdem gefordert, den Ausstieg aus der Atomenergie zu verschieben. Das wirtschaftsliberale Handelsblatt rät der Regierung mit den kommunalen Energieerzeugern und nicht nur mit den Energieriesen zu sprechen: "Bei einer nur achtjährigen Verlängerung der Laufzeiten hätten die Betreiber der Kernkraftwerke Zusatzerträge von bis zu 55 Milliarden Euro. Die Wettbewerber hätten gleichzeitig Einbußen von rund sieben Milliarden Euro, allein bei den kommunalen Unternehmen würde sich dieser Betrag auf drei Milliarden Euro belaufen. Besonders gravierend: Anreize in Neuinvestitionen wären kaum noch gegeben, erneuerbare Energien würden nachhaltig behindert. Die Struktur der Preisbildung am Strommarkt bringt es mit sich, dass die bereits abgeschriebenen Kernkraftwerke neue, effiziente und flexible Kraft-Wärme-Kopplung verdrängen. ... Laufzeitenverlängerung, als Brückentechnologie zur erneuerbaren Zukunft gepriesen, ist ein Holzweg, der Königsweg ist der entschlossene Einsatz regenerativer Energie."

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