Der Standard - Österreich | Donnerstag, 26. August 2010
Eurosklerose sucht USA heim
Erstmals seit Jahrzehnten leiden die USA mit rund 9,5 Prozent unter einer höheren Arbeitslosigkeit als Deutschland mit 7,5 Prozent. Nur in Deutschland wurde die berüchtigte Eurosklerose - stagnierende Beschäftigung trotz Wachstums - überwunden, schreibt die Tageszeitung Der Standard: "Europas langjähriges Schicksal ereilt nun die USA und verdirbt US-Präsident Barack Obama die sonst ganz passable wirtschaftspolitische Bilanz. Deutschland hingegen erntet nun die Früchte von Gerhard Schröders so umstrittener Agenda 2010. Aber auch dort gibt es noch Handlungsbedarf, etwa beim Kündigungsschutz. Und in Frankreich und den Staaten in Südeuropa ist die hohe Arbeitslosigkeit vor allem die Folge eines verknöcherten Arbeitsmarktes. Nach der Hochsaison für Makroökonomen während der Finanzkrise ist nun daher die Stunde der Arbeitsökonomen gekommen, die Wege zeigen, wie bei gleichem Wachstum mehr Jobs entstehen können. Und erstmals seit Jahrzehnten müssen auch die USA überlegen, wie sie ihren Arbeitsmarkt wieder in Gang bringen können."
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