Postimees - Estland | Montag, 30. August 2010
Weniger Verkehrstote wegen Wirtschaftskrise
In Estland ist die Zahl der Verkehrstoten 2009 gegenüber früheren Jahren deutlich zurückgegangen. Die Tageszeitung Postimees warnt aber vor verfrühter Freude: "Natürlich ist das eine positive Nachricht. Aber wie ist es dazu gekommen, und wird es so bleiben? Langfristig betrachtet hat sich der technische Zustand des Kfz-Bestands in Estland verbessert, moderne Autos sind sicherer als alte, und es gibt mehr Kontrollen. Aber der Rückgang der tödlichen Verkehrsunfälle ist derzeit ein globaler Trend, und er ist eine Folge der Wirtschaftskrise. So sank die Zahl der Verkehrstoten weltweit im Zeitraum 2008 bis 2009 um rund ein Viertel, denn wenn die Wirtschaft boomt, wird mehr gefahren und umgekehrt. Außerdem zwingt die Geldknappheit die Menschen, auf reine Vergnügungsfahrten zu verzichten, und das bedeutet, dass auf den Straßen und Autobahnen deutlich weniger Autos unterwegs sind und es beispielsweise weniger riskante Überholmanöver gibt. Gewinnt die Wirtschaft aber wieder an Fahrt, steigt die Zahl der Fahrten, und damit nimmt auch das Risiko wieder zu."
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