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Politiken - Dänemark | Freitag, 10. September 2010

Dänemark verarmt literarisch

Die angekündigte Streichung der staatlichen Unterstützung für Schriftsteller in Dänemark ist die letzte Weichenstellung auf dem Weg zur literarischen Verarmung des Landes, meint die Tageszeitung Politiken: "Es ist ein enormes kulturpolitisches Problem, dass die dänische Literatur sich der Armutsgrenze nähert. Die große Aufregung über die lumpigen elf Millionen Euro sogenannter Literaturmittel, die die Regierung jetzt streichen will, zeigen, wie schlimm es steht. In einem kleinen Land wie Dänemark bedeutet literarischer Reichtum, dass so viele wie möglich mit so hoher literarischer Qualität wie möglich in Kontakt kommen, und zwar in der Landessprache. Aber dank der konzertierten Aktion von Politikern, Kartellbehörde und der selbstmörderischen Buchbranche ist auf dem Buchmarkt eine Struktur entstanden, die es dem großen Publikum immer schwerer macht mit etwas anderem als der verschwindend kleinen Menge von Bestsellern in Kontakt zu kommen. Das ist literarische Armut."

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