Adevărul - Rumänien | Montag, 27. September 2010
Rumäniens IWF-Kredit verschreckt Investoren
Rumänien hat Anfang 2009 einen Notkredit von IWF, EU und Weltbank in Höhe von 20 Milliarden Euro bewilligt bekommen. Vorige Woche hat Staatschef Traian Băsescu in einer Rede vor dem Parlament angekündigt, dass ab 2011 ein neuer IWF-Milliardenkredit nötig ist. Das kritisiert die Tageszeitung Adevărul: "Solch eine Nachricht bestätigt uns einmal mehr, dass die Behörden unfähig sind, ihre Probleme alleine zu lösen. Und noch schlimmer ist die Tatsache, dass die so erwartete Konjunkturerholung nur eine Fata Morgana bleibt. Ein neuer Kredit des IWF wird jeden Versuch einer Steuererleichterung oder Anreize für das Investitions- und Geschäftsklima im Keim ersticken. Die Auflagen des IWF verlängern nicht nur auf unbestimmte Zeit die Agonie, mit der wir uns schon lange quälen. Sie vermiesen auch ausländischen Investoren, in unser Land zu kommen. Denn für unsere Regierenden ist es leichter, darüber zu klagen, kein Geld zu haben und es sich geschwind in Washington zu leihen, statt Programme zu erarbeiten, ... mit denen sie das Land aus der Sackgasse führen."
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