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Der Standard - Österreich | Donnerstag, 7. Oktober 2010

Österreichs Energiekonzerne verstecken Atomstrom

Die Umweltorganisation Greenpeace hat in einer Studie kritisiert, dass österreichische Energiekonzerne ihre Kunden in die Irre führen und mehr Atomstrom aus der Steckdose fließt als offiziell ausgewiesen. Dieser Etikettenschwindel muss aufhören, meint die liberale Tageszeitung Der Standard: "Wenn man nicht umhinkommt und Strom importieren muss, weil die Eigenerzeugung nicht ausreicht, um die Kunden zu versorgen, wird dann eben UCTE-Mix [Union für die Koordinierung der Erzeugung und des Transports elektrischer Energie] geschrieben, ohne darauf hinzuweisen, dass dort selbstverständlich auch 'Atom' drin ist. Oder es wird - ganz legal - mit Zertifikaten gearbeitet, um mögliche Atomspuren im Stromkreislauf zu verwischen. Freilich: Das Ganze ist rechtens und völlig legal. Dennoch ist es eine Irreführung der Konsumenten. Und die hohe Politik spielt munter mit. Bund wie Länder sind Mehrheitseigentümer des Verbunds und der neun Landesenergieversorger. Gegen [das Kernkraftwerk] Temelín wettern und andererseits zulassen, dass 'grauer' Strom weißgewaschen wird, geht nicht. Der Etikettenschwindel muss endlich aufhören."

» zur gesamten Presseschau vom Donnerstag, 7. Oktober 2010

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