e-vestnik - Bulgarien | Donnerstag, 14. Oktober 2010
Über die Angst der Europäer vor der Türkei
In einem Interview mit der türkischen Tageszeitung Today's Zaman hat der renommierte Linguistikprofessor und politische Aktivist Noam Chomsky vor kurzem die Ablehnung des EU-Beitritts der Türkei als "gewöhnlichen Rassismus" bezeichnet. Das Onlineportal e-vestnik interpretiert die Ablehnung hingegen als Angst: "Es handelt sich nicht um Rassismus, sondern in erster Linie um Ausländerfeindlichkeit und um die berechtigte Angst vor einer schwächer entwickelten Gesellschaft, die langsam zum Islam zurückkehrt und sich von Atatürks Traditionen eines weltlichen Staates abwendet. Ja, in Europa herrscht Angst vor dem Islam und sie zieht ihre Kreise von den Nationalisten bis hin zu den Liberalen. Der Islam verbreitet sich auf dem alten Kontinent und drängt sich aggressiv auf, indem er die Toleranz der dortigen Gesellschaften für sich ausnutzt. ... Die Türkei hat noch einen langen Weg von 15 bis 20 Jahren vor sich. Der Prozess ihrer Eingliederung ist wichtig, egal wie er ausgehen wird und sie wird sich verändern und zivilisieren, aber unter der Einwirkung Europas und nach den Regeln Europas. Darauf kommt es an."
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