24 Chasa - Bulgarien | Montag, 15. November 2010
South Stream nutzt Bulgarien
Russlands Premier Wladimir Putin und sein bulgarischer Amtskollege Bojko Borisow haben am Samstag in Sofia das Abkommen über den Bau der Gaspipeline South Stream unterschrieben. Sie soll durch das Schwarze Meer nach Bulgarien verlegt werden und damit die Ukraine als Transitland umgehen. Die Pipeline macht Europa unabhängiger vom ukrainischen Gas-Transit, schreibt der Energieexperte und Regierungsberater Atanas Tassew in der Tageszeitung 24 Chasa: "Die nationalen Interessen Bulgariens an South Stream lassen sich unter dem Motto 'Je mehr, desto besser' zusammenfassen. Es geht auch um die vernünftige Kapitalisierung unserer geostrategischen Lage. Auch wenn South Stream das verhängnisvolle Schema 'ein Lieferant - eine Pipeline' beibehält, so löst es doch ein wichtiges Strukturproblem: Es entfernt die Ukraine als potenziellen Risikofaktor im russischen Gastransit nach Europa. Das zeigt, dass South Stream für Russland vor allem ein politisches Projekt ist, mit dem es versucht, sich als zuverlässiger Lieferant für die Verbraucher in Europa durchzusetzen."
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