Ir - Lettland | Dienstag, 16. November 2010
Britische Studentenproteste guter Anfang
In London haben in der vergangenen Woche britische Studenten gegen die drastische Anhebung der Studiengebühren demonstriert. Die Onlinezeitung Ir kritisiert die Gewalt, hat aber Verständnis für die Unzufriedenheit: "Ist ein Aufschrei besser als Schweigen? Verhilft die Verwüstung eines Parteibüros armen britischen Jugendlichen zu einer Hochschulausbildung ohne die Aufnahme enormer Kredite? Das sind rhetorische Fragen, aber immerhin haben die Demonstranten Aufmerksamkeit erhalten und ihre Wut auf die neue Regierung zum Ausdruck gebracht. Der liberaldemokratische Vizepremier Nick Clegg hatte im Wahlkampf versprochen, gegen höhere Studiengebühren zu kämpfen. Nun war er Zielscheibe der Proteste, und die Ausschreitungen sind jetzt wiederum die stärkste Munition für die Geschütze der Opposition. ... Einziges Ergebnis der Gewaltausbrüche war bislang nur, dass Maßnahmen gegen eine erneute Eskalation ergriffen wurden. Das mögen Demonstranten und Labour als Erfolg für sich verbuchen. Zu hoffen bleibt aber, dass die Stoßrichtung der Proteste auch künftig in die richtige Richtung geht."
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