Komment - Ungarn | Dienstag, 30. November 2010
Ungarn kürzt Kulturetat zu Recht
Ungarns Haushaltspläne für das kommende Jahr sehen Kürzungen bei zeitgenössischer Kunst vor. Der Publizist Szabolcs Panyi begrüßt im Meinungsportal Komment die Einsparungen und ist der Ansicht, dass das Geld für die Kulturfinanzierung besser im Sozialetat aufgehoben ist: "Was geschieht mit dem ungarischen Film? Was passiert mit den alternativen Theatern? Diese Fragen klingen doch bekannt. In Ungarn gilt es nämlich als selbstverständlich ... , dass die zeitgenössische Kunst mit staatlichem Geld subventioniert wird. ... Die ungarische Kulturpolitik sollte sich vor allem zwei Dinge vor Augen halten: den Standpunkt der Steuerzahler und die Maxime der gesellschaftlichen Solidarität. Die Entfaltung junger Dichter ist wichtig, ebenso die Existenz von alternativen Theatern, doch es ist noch viel wichtiger, dass der Staat verantwortungsvoll und umsichtig mit den Steuergeld umgeht. ... Leider gibt es in Ungarn viele Millionen Menschen, die stärker auf staatliche Hilfe angewiesen sind als zum Beispiel ein etablierter Regisseur oder ein Schriftsteller. Nur ist deren Stimme nicht zu hören."
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