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Trud - Bulgarien | Freitag, 17. Dezember 2010

Zu viele bulgarische Stasi-Botschafter

Mehr als ein Drittel der bulgarischen Botschaften werden von Ex-Mitarbeitern der kommunistischen Geheimdienste Bulgariens geleitet. Das hat die bulgarische Behörde für Stasi-Akten am Mittwoch bekannt gegeben. Die Regierung hat daraufhin die Abberufung der belasteten Diplomaten gefordert, stößt aber auf den Widerstand von Präsident Georgi Parwanow, der selbst ein ehemaliger Stasi-Mitarbeiter ist. Den diplomatischen Beziehungen Bulgariens droht nun heilloses Durcheinander, meint die Tageszeitung Trud: "Innerhalb weniger Stunden hat die Veröffentlichung einer Reihe von Akten zu einem politischen Chaos und einem ernstzunehmenden Krieg zwischen den Institutionen geführt. Leider geschieht dies auf dem Feld der Diplomatie. Mit anderen Worten: Es wird über die Grenzen unserer lieben Heimat hinausgetragen werden. ... In der Sprache der Diplomaten bedeutet die zeitgleiche Abberufung einer solch großen Zahl von Botschaftern, dass unser Land außerordentlich schwerwiegende Konflikte mit den betroffenen Gastländern hat. Dies wiederum wird ein wahrlich unangenehmes internationales Echo hervorrufen."

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