Rzeczpospolita - Polen | Montag, 3. Januar 2011
Sondersteuer beschädigt Ungarns Ruf
Mehrere europäische Konzerne fordern von der EU-Kommission Sanktionen gegen Ungarn, weil das Land von ausländischen Unternehmen Sondersteuern verlangt. Ungarn schädigt mit der Steuer seinen Ruf, meint die konservative Tageszeitung Rzeczpospolita und begrüßt den Protest der Firmen: "Die Deutsche Telekom, Eon, RWE, die tschechische CEZ und die österreichische OMV: Für solche Unternehmen sind viele Länder bereit, erhebliche Zugeständnisse zu machen, nur um deren Investitionen zu erhalten. Die ungarische Regierung bringt diese und andere Firmen in diesem Land aber in eine schwierige Situation. Budapest hat die Konzerne mit der Verpflichtung belastet, eine zusätzliche Steuer zu zahlen. Das ist ein weiterer Schritt Ungarns, um nach der Einführung einer Bankensteuer sowie der vollständigen Verstaatlichung der privaten Rentenfonds neue Einnahmen für den Haushalt zu finden. ... Einen Ruf baut man sich im Geschäft nur über viele Jahre auf. Man kann ihn jedoch sehr schnell wieder verlieren."
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Alle verfügbaren Texte von » Jeremi Jędrzejkowski
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