Evenimentul Zilei - Rumänien | Donnerstag, 13. Januar 2011
Bildungsgesetz zu weich gegen Vetternwirtschaft
Anfang Januar ist ein neues Bildungsgesetz in Rumänien verabschiedet worden. Doch es enthält zu viele Kompromisse, meint die Tageszeitung Evenimentul Zilei: "Selbst die einzige echte Reformmaßnahme des Gesetzes, jene gegen Vetternwirtschaft, wurde in einer 'Light-Variante' verabschiedet: Das Verbot einer Anstellung von Verwandten bis dritten Grades gilt nur dann, wenn beide in einer Führungs- oder Kontrollposition wären. Für eine weniger aufgeweichte Variante ... hätte man nur einen Blick auf den seit zwei Jahren existierenden Kodex der Alexander Ion Cuza-Universität in Iaşi werfen müssen. Dort sind Verwandte von Dozenten bis vierten Grades in keinerlei Position erlaubt. ... Natürlich kommt Erneuerung nicht von allein, sondern wird erst mit der nächsten Wahl beginnen. ... Doch die Vetternwirtschaft - vielleicht die größte Plage der rumänischen Universitäten - wird nicht zerstört, wenn die Regeln nur halbherzig von [Bildungsminister] Daniel Funeriu angegangen werden."
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