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Kaleva - Finnland | Montag, 17. Januar 2011

Italiener müssen Berlusconi schassen

Seit dem Wochenende ermittelt die Mailänder Staatsanwaltschaft gegen Italiens Premier Silvio Berlusconi wegen Beihilfe zur Prostitution einer Minderjährigen und Amtsmissbrauchs. Die zahlreichen Skandale Berlusconis beschädigen das Ansehen des Lands enorm, meint die liberale Tageszeitung Kaleva und fordert endlich einen Wechsel an der Regierungsspitze: "Berlusconi hat sich als unfreiwilliger Fettnäpfchentreter profiliert, der unter anderem einen EU-Abgeordneten mit einem KZ-Wärter verglichen und sich darüber lustig gemacht hat, wie viel schöner es ist, eine schöne Frau zu lieben, als schwul zu sein. Außerdem musste er wegen des Verdachts auf Korruption und Steuerhinterziehung vor Gericht. Nur konnten die Gerichtsverfahren nicht durchgeführt werden, weil er als Premier Immunität genossen hat. Die Italiener sollten Berlusconi endlich die Macht entziehen. Der Ministerpräsident ist dabei, in der Welt ein großer Witz zu werden. Bei Italien denkt man heute zuerst an einen alten Lebemann, der seine Macht missbraucht. Ein solches Markenzeichen aber will das Land der Opern und des Fußballs sicherlich nicht."

» zur gesamten Presseschau vom Montag, 17. Januar 2011

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