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Svobodata - Bulgarien | Montag, 14. Februar 2011

Wesselin Kadimirov sieht Bulgarien im Würgegriff der Mafia

Im Namen des Friedens hat die bulgarische Gesellschaft nach der Wende 1989 darauf verzichtet, die kommunistische Elite mitsamt ihren kriminellen Seilschaften zur Verantwortung zu ziehen. Dadurch ist eine enorm starke Mafia entstanden, die eine Bedrohung für die gesamte Gesellschaft darstellt, analysiert der Blogger Wesselin Kadimirov auf dem Meinungsportal Svobodata: "In letzter Zeit sind sich alle Beobachter einig: Bulgarien verwandelt sich von einem Staat mit einer eigenen Mafia in eine Mafia mit einem eigenen Staat. ... Exekutive und Legislative haben sich in ein lukratives Monopolgeschäft verwandelt. Die Judikative ist insofern unabhängig, als niemand sie dazu veranlassen kann, jemanden zu verurteilen, der gut zahlt. Die Grenze zwischen Polizei und organisierter Kriminalität verschwimmt - Gangster arbeiten für die Geheimdienste und Minister vermitteln Geschäfte zwischen Gangstern. ... Die Mafia will sich die Kontrolle über ihren Staat zurückholen. Darum denke ich, dass es an der Zeit ist, dass auch die Gesellschaft ihren Teil der Abmachung bricht. ... Zwanzig Jahre Straflosigkeit sind ein ausreichender Preis für die friedliche Transformation."

» zur gesamten Presseschau vom Dienstag, 15. Februar 2011

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