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Il Fatto Quotidiano - Italien | Freitag, 11. März 2011

Frauenquote hilft gegen Seilschaften

Der italienische Senat hat dem Gesetz zur Einführung einer Frauenquote für Verwaltungsräte börsennotierter und staatlich kontrollierter Unternehmen zugestimmt. Jetzt muss die Abgeordnetenkammer darüber abstimmen. Die einsetzende Kritik an dem Gesetz bestätigt, dass Italien es bitter nötig hat, kommentiert die linke Tageszeitung Il Fatto Quotidiano: "Die erste Richtlinie, die unter Beschuss geraten ist, betrifft die Auflösung des Verwaltungsrats im Fall eines Verstoßes gegen die 30-Prozent-Regel. Sie ist folglich das wirkungsvollste Abschreckungsmittel und wurde bereits jetzt durch Vorschalten einer Mahnung und dann einer Geldbuße abgeschwächt. ... Offenbar geht es schlicht um die Rettung von Posten. Alle Gründe gegen die Frauenquote - selbst der Großteil der Frauen ist dagegen, der sie für ein zwar notwendiges, aber höchstens kurzzeitiges Übel hält - sind nur Gerede, um Positionen, Macht, Seilschaften, Lobby-Interessen und Vorteile mehr oder minder starker wie auch fauler Kräfte zu retten."

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