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Avvenire - Italien | Freitag, 15. April 2011

BRIC-Staaten greifen Dollar an

Die Staatschefs der sogenannten BRIC-Staaten - Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika - haben in der chinesischen Stadt Hainan am Donnerstag vereinbart, sich untereinander Kredite in ihren Landeswährungen zu geben. Damit greifen sie den US-Dollar als Leitwährung an, meint die katholische Tageszeitung Avvenire: "Die BRIC-Staaten eint das Wirtschaftswachstum und der Wunsch, die westliche Vorherrschaft bei der Verteilung des globalen Reichtums einzudämmen. ... Bei ihrem dritten Treffen ist es den fünf Staatschefs nun gelungen, einen gemeinsamen Nenner zu finden, der es ihnen erlaubt, mit nur einer Stimme zu sprechen. Sie wollen dem Dollar seine zentrale Rolle im Weltwährungssystem absprechen. Vor allem jetzt, da die US-Währung aufgrund des enormen Haushaltsdefizits an Stabilität eingebüßt hat … . Die Kritik ist nicht neu. Seit zwei Jahren sitzt der Dollar auf der Anklagebank. Neu ist die Strategie der Währungskooperation, die die Schwellenländer Schritt für Schritt in die Unabhängigkeit von der amerikanischen Währung führen soll."

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