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De Volkskrant - Niederlande | Dienstag, 26. April 2011

Nato muss härter in Libyen durchgreifen

Bei Kämpfen zwischen regimetreuen Truppen und Rebellen um die libysche Stadt Misurata sind in den vergangenen Tagen mindestens 30 Menschen ums Leben gekommen. Die Nato und vor allem die USA müssen in Libyen nun entschlossener handeln, fordert die Tageszeitung De Volkskrant: "Die Konfrontation bei Misurata illustriert einmal mehr, dass die besten Absichten auf dem Schlachtfeld schlimme Folgen haben können. Im Prinzip ist es klug, dass die Nato das Gewaltniveau in Libyen verhältnismäßig niedrig halten will - die militärische Intervention hat schließlich in erster Linie ein humanitäres Ziel. Aber wenn der Gegner diesem Beispiel nicht folgt und den Spielraum schamlos ausnutzt, führt das eher zu mehr als zu weniger Opfern. Das ist in Misurata deutlich der Fall. Dasselbe Paradox gilt für die Haltung des Weißen Hauses. Es ist verständlich, dass Präsident Obama nicht in einen dritten Krieg verstrickt werden will. ... Aber wenn die Vereinigten Staaten nur eine kleine Nebenrolle spielen, verfügt die Nato nicht über die Schlagkraft und die Waffen, die nötig sind, um in Libyen Ordnung zu schaffen."

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