ABC - Spanien | Freitag, 29. April 2011
Attentat darf Marokkos Wandel nicht stoppen
Bei einem Bombenanschlag auf ein Touristen-Café in der marokkanischen Stadt Marrakesch sind am Donnerstag mindestens 14 Menschen ums Leben gekommen. Der Anschlag und die notwendige Verfolgung der Täter dürfen den demokratischen Wandel in Marokko nicht stoppen, warnt die konservative Tageszeitung ABC: "Die vom Monarchen geplante Reform läuft offensichtlich nicht gut und die Situation in Marokko droht viel komplizierter zu werden mit einem Regime, das zwischen zwei Fronten gefangen ist. Die Erfahrung aus anderen Staaten zeigt, dass die Forderungen nach Demokratie von Seiten eines bedeutenden Teils der Gesellschaft nicht mehr umkehrbar sind, und es wäre ein Fehler, sie unter dem Vorwand der notwendigen Strafverfolgung der Attentäter niederzuschlagen. Ganz im Gegenteil. Der König sollte sich von seinen bisherigen Beratern abwenden und so bald wie möglich auf die wahren Demokraten setzen, um jene politische Reform auf den Weg zu bringen, die das Land benötigt, und um die Extremisten zu isolieren, die nun versuchen im aufgewühlten Wasser zu fischen."
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