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Heti Világgazdaság - Ungarn | Freitag, 6. Mai 2011

Endlose Roma-Diskriminierung in Ungarn

In Ungarn haben die Spannungen zwischen Roma und Rechtsextremen in den vergangenen Wochen zugenommen. Ungarns Gesellschaft hat sich bis heute nicht über die Mythologisierung der Unterschiede zwischen Roma und Nicht-Roma hinweggesetzt, kritisiert die Geschichtslehrerin mit Roma-Wurzeln, Julianna Orsós, in der linksliberalen Wochenzeitung Heti Világgazdaság: "Die meisten erklären den Lebenswandel des Zigeunertums mit irgendeinem östlichen nomadischen Freiheitsdrang. Nur wenige sprechen davon, dass Ende des 19. Jahrhunderts nur noch zwei Prozent der Zigeuner ein Nomadenleben führten. ... Bevor der werte Leser erwidert, dass die Zigeuner endlich arbeiten und sich 'integrieren' sollen, sollte er lieber darüber nachdenken, für welchen Lohn die Menschen als Tagelöhner auf dem Land arbeiten. Auch die Zigeuner. Und ja, die meisten arbeiten als Saisonarbeiter. Angesichts der Automatisierung besteht aber auch für solche Arbeitskräfte immer weniger Bedarf. ... Selbst die schulische Segregation der Zigeuner hat nicht erst heute begonnen. ... Sie reicht bis in den Sozialismus zurück."

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