Dagens Nyheter - Schweden | Freitag, 6. Mai 2011
Morde in Syrien stoppen
Seit Beginn der Proteste in Syrien haben die Sicherheitskräfte des Regimes mehr als 500 Demonstranten getötet, schätzen Menschenrechtler. Gegen das Regime von Baschar al-Assad muss die demokratische Welt unbedingt etwas unternehmen, fordert die liberale Tageszeitung Dagens Nyheter: "Nur weil die Welt nicht alles richten kann, darf Passivität nicht zu einem Prinzip werden. Nur weil es richtig war, eine Flugverbotszone über Libyen einzurichten, bedeutet das nicht, das man so etwas über allen anderen Diktaturen einrichten muss. Außenpolitik basiert auf Bewertungen, nicht auf Wunschdenken. Gleichzeitig muss aber der Druck auf Syrien mit zuträglichen Mitteln aufrechterhalten werden. Die USA und die EU waren zu unentschlossen, als es darum ging Verträge zu lösen und Assad und seine Mörder zu bestrafen. Gewiss sind Sanktionen eine stumpfe Waffe. Umso jämmerlicher ist es, dass noch nicht einmal die geringsten Sanktionen beschlossen wurden und die Handlanger des Regimes weiter morden können. Sie sollten wissen, dass ein internationales Gericht auf diejenigen wartet, die erbarmungslos auf das eigene Volk schießen."
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