El País - Spanien | Montag, 9. Mai 2011
Welt schaut Massaker in Syrien hilflos zu
Der syrische Präsident Baschar al-Assad hat am Wochenende in mehreren Städten erneut versucht, die anhaltenden Demonstrationen gegen sein Regime mit Panzern zu unterdrücken. Die USA haben deshalb "scharfe Sanktionen" gegen Syrien angekündigt. Aber die Drohungen des Westens sind hohl und Europa sowie die USA haben kaum eine Chance effektiv einzugreifen, meint die linksliberale Tageszeitung El País: "Es ist wahr, dass man sehr unvorsichtig sein müsste, wollte man vorschlagen, in Syrien direkt einzugreifen. Dies würde weder die westliche Öffentlichkeit akzeptieren noch die Uno, da Russland und China sich dagegen stellen würden. Der Westen fürchtet am meisten, dass der Fall des Regimes eine Umwälzung in der Region hervorrufen könnte mit einer Intervention des Irans und einer dann unbarmherzigen Hisbollah im Libanon, beides Verbündete des syrischen Regimes. Noch weniger ist von der Arabischen Liga zu erwarten, in der es von autoritären Führern wie Assad nur so wimmelt. Die Welt schaut deshalb hilflos einem Massaker zu."
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